Seit seinem autobiografischen Debütroman "Expedition" (2005) hat Hans Platzgumer bislang zehn Bücher verfasst. Zudem sind etliche, großteils essayistische Beiträge in Zeitungen, Magazinen, Sammelbänden und Katalogen sowie Hörspiele und ein Opernlibretto erschienen.

 

Bogners Abgang

 

Roman, Zsolnay, 2021, 143 Seiten

ISBN: 978-3-552-07204-6

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> Bibliografie

 

Eine Kreuzung in Innsbruck. Ein Unfall mitten in der Nacht. Ein Fußgänger ist tot. Was ist passiert? Und wer ist schuld? Andreas Bogner, der die Schusswaffe seines Schwiegervaters eigentlich nur zeichnen wollte? Nicole Pammer, die an diesem Abend ausnahmsweise ein Glas zu viel getrunken hat? Ihre Mutter, die ohne Zögern alle Spuren verwischt? Oder gar der Kunstkritiker Kurt Niederer selbst, der schließlich immer schon sehr genau gewusst hat, wie man anderen das Leben zur Hölle macht?

Geschickt webt Hans Platzgumer in seinem neuen Roman ein Netz aus Eitelkeiten und Unzulänglichkeiten.

 

Ist am Ende nur schuld, wer sich schuldig fühlt?

 

erscheint am 15. März ...

Willkommen in meiner Wirklichkeit!

 

Essay, Milena, 2019, 120 Seiten

Leinen mit Fadenheftung und Banderole

Mit Illustrationen

von Christoph Abbrederis

ISBN: 978-3-442-71795-8

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Hans Platzgumer wagt den Streifzug durch die Gegenwart und erzählt davon, warum es uns auch gut gehen darf.

In seinem 50. Lebensjahr hält Hans Platzgumer inne und betrachtet das scheinbar Wirkliche, das ihn umgibt.
Ebenso vergnüglich wie ernsthaft, wird sein literarisch-biografischer Essay zu einer Reise durch Raum und Zeit.
Es treten auf: John Lennon, Donald Trump, Otto Waalkes, Papst Franziskus, Friedrich Nietzsche,
Hatschi Bratschi, eine Indische Kurzschwanzgrille, WALL·E und viele andere.

 

Pressestimmen:


"Hans Platzgumer heißt seine Leserinnen und Leser in seiner Wirklichkeit willkommen: 
eine Einladung, die Welt zu betreten, die auf seiner eigenen höchst subjektiven Wahrnehmung beruht, eine Wahrnehmung jedoch, die zwar die „furchteinflößenden“ Auswüchse des Realen wahrnimmt aber dabei die Schönheiten des Seins, der Natur und der Menschlichkeit nicht nur nicht aus den Augen verliert, sondern sie dorthin zurückholt, von wo sie, verscheucht von der Fragwürdigkeit und Beliebigkeit des Virtuellen, verschwunden ist: unser aller Bewusstsein."
(Eva Maria Stöckler, Literaturhaus.at)

 

"... über John Lennon, Greta Thunberg, Populisten und das Gesellschaftsklima ... 
Das neue Buch Hans Platzgumers ist eine Meditation über eine Textzeile, die Lennon hinterlassen hat."
(Marco Weise, Kurier)

"Hans Platzgumer erzählt von allem, was ihn bewegt, wenn er mit offen Sinnen und klarem Verstand die Welt betrachtet ... 
Wer sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen einsetzt, muss die Schönheit des Augenblicks erkennen können."
(Peter Zimmermann, Ö1 ExLibris)

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Drei Sekunden Jetzt

 

Roman, Zsolnay, 2018, 256 Seiten

Taschenbuch, btb, 2021

ISBN: 978-3-442-71795-8

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Kaum erwachsen flieht das Findelkind François vor seinen Pflegeeltern und landet in einem zwielichtigen Hotel an der Küste von Marseille, wo er von „Le Boche“, dem Deutschen, in obskure Geschäfte verwickelt wird.
Er fühlt sich wohl in diesem Hotel, das nur selten Gäste beherbergt – bis dort ein Mann tot aufgefunden wird.
François zieht in die Ungewissheit New Yorks, und bald – blind vor Liebe – nach Montreal in Kanada, wo ihn seine Gutgläubigkeit und der kalte Winter nahe an den Abgrund bringen.

Aber kann man überhaupt leben, ohne zu wissen, wer man wirklich ist?
Ein Abenteuerroman über das Geworfensein ins Leben.

 

Pressestimmen:

"Es endet mit einem Paukenschlag, der einen veranlasst, den Roman noch einmal zu lesen.
Und erst dann begreift man, warum die Geschichte manchmal seltsame Haken schlägt, schlagen muss.
Das Ende des Romans ist schlichtweg genial. Völlig überraschend, traurig und tröstlich zugleich.
Ein ungewöhnliches, aber vielleicht gerade deshalb sehr empfehlenswertes Buch."
(Christine Westermann / Andreas Wallentin, WDR)

"Diese Odyssee besticht durch Platzgumers präzise, rhythmische Sprache, 
einem Großstadtblues gleich, zu dem sich auch einige Fabulierfreude gesellt. 
Eine clevere Kompositionen mit verblüffenden Wendungen. Gefinkelter Lesestoff".
(Werner Krause, Kleine Zeitung)

"Der Autor widmet sich Fragen, die zu groß sind, um angedacht zu werden. Deswegen spielt er sie meisterhaft durch.
Bei Platzgumer schwirrt einem nicht der Kopf, vielmehr rast das Herz.
„Drei Sekunden Jetzt“ ist eine atemraubende Abenteuergeschichte. Ein Meisterstück in Sachen Montage."
(Joachim Leitner, TT)

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Am Rand

 

Roman, Zsolnay, 2016, 208 Seiten

Taschenbuch, btb, 2018

ISBN 978-3-552-05769-2

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Wozu ist man fähig in der Überzeugung, das Richtige zu tun? 

 

Ein Mensch steigt früh am Morgen auf einen Berg. Sobald es dunkel ist, will er einen letzten Schritt tun.Schon immer lagen der Tod und das Glück für Gerold Ebner nah beieinander. Als Kind hat er seinen ersten Toten gesehen.Später hat er zwei Menschen eigenhändig den Tod gebracht: Er erlöste seine Mutter vom terrorisierenden Großvaterund seinen besten Freund von dessen Leiden. Doch ist er damit zum Mörder geworden?

Fesselnd bis zum Schluss schildert der Ich-Erzähler die Ereignisse, die ihn an den Rand eines Felsens geführt haben.

 

Pressestimmen:

"Hans Platzgumer erweist sich als außerordentlicher Erzähler und Geschichtenfinder." 
(Wolfgang Paterno, Profil)

"Beklemmend nennt man solche Lebensbeichten gemeinhin. 
Das Wort "fesselnd" trifft es viel besser.
Hans Platzgumer hat eine sehr feine Art zu schreiben, er schafft Nähe und Distanz zugleich." 
(Christine Westermann/ Andreas Wallentin, WDR)

"Das Buch ist spannend bis zur letzten Seite, eine Art literarischer Cliffhanger."
(Theresa Hübner, SWR)

"Selten in jüngerer Zeit entfaltete eine sprachlich exzellent komponierte Geschichte
ähnlich soghafte Wirkung. Hans Platzgumer schuf einen Woyzek unserer Tage.“
(Werner Krause, Kleine Zeitung)

"Platzgumer schickt einen Helden aus, die Möglichkeiten des Individuums auszuloten.
Er setzt ein Drama in Gang, das lakonisch und ohne Pathos daherkommt.
Komposition, Rhythmus, Klang, Stimme: Der Autor hört sich beim Schreiben genau zu.
„Am Rand“ spiegelt sein Gespür für Melodie und Komposition."
(Susanne Schaber, Die Presse)

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Korridorwelt

 

Roman, Edition Nautilus,

2014, 224 Seiten

ISBN 978-3-89401-786-6

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Julian Ogert verdient sein Geld in Münzen. Als Straßenmusiker schlägt er sich in Los Angeles durch,
spielt Gitarre auf dem Ocean Front und lebt am Eingang des berüchtigten Yucca Corridors,einem der gefährlichsten Viertel der kalifornischen Metropole.
Das Leben im Korridor ist alles, was ihm geblieben ist;
er ist ein Gewinner, weil er nichts zu verlieren hat. Doch 1994 erschüttert das Northridge-Erdbeben Los Angeles und die fragile Welt,in der Julian sich eingerichtet hat.
Wer kann, verlässt die von Nachbeben bedrohte Stadt.
Die illegalen Einwanderer bleiben - so wie Julian.

 
Korridorwelt ist teils Roadmovie, teils Musikroman.
Es ist die Geschichte eines jungen Mannes, dessen Jugend explodiert und der auf dieser Schockwelle bis ans andere Ende der Welt getragen wird.

Pressestimmen:

"Ein schlauer Musikerroman, eine geschickte, eindringlich wirksame Erzählkonstruktion." 
(Felix Bayer, SPIEGEL online)

»Korridorwelt ist ein hypnotischer, packender Roman, ein Pageturner.
Seit Jahren geistert im Feuilleton der Wunsch nach mehr Welthaltigkeit herum: Hier ist soviel Welt wie selten.
Und dazwischen erzählt das Buch in teils aufwühlenden Passagen vom Wunsch, sich selbst zu entkommen. 
Dafür muss man manchmal bis ans Ende der Welt.«
(Thomas Edlinger - ORF)

»Korridorwelt thematisiert Weltsicht und Welterfahrung eines Mannes, frei von Zynismus und Larmoyanz.
In den dichten Bildern, die Platzgumer zeichnet, erhält auch der souverän gewählte Titel seine Entsprechung.
Ein Entwicklungsroman mit feinem, klugem Zuschnitt.«
(Christa Dietrich - VN)

»Unweigerlich gerät man in den Sog dieser Geschichte. 
Eine Lektüre, die den Leser mitzieht, und das hat viel mit den plastischen, expressiven Schilderungen
von Stadt und von Natur zu tun, aber auch mit Platzgumers Gefühl für unterschiedliche Tempi: 
Mal rennt die Zeit davon, mal dehnt er sie zum Zerreißen. 
Hans Platzgumer gelingt es, sich mit Destruktivität auseinanderzusetzen, ohne ihr zu verfallen.
Korridorwelt ist ein herbes, konsequentes Buch.«
(Sabine Peters - Berliner Zeitung)

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Musik = Müll

 

Essay, Limbus Verlag,

2012, 120 Seiten

ISBN 978-3-902534-65-1

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Was macht Musik zu Müll? Wann hören Ohren nur noch Schrott? Und was passiert, wenn Müll von Heute auf Müll von Gestern trifft?


Ausgehend von einem Generationskonflikt analysieren die Co-Autoren ebenso versiert wie genussvoll die Müllhalden der Popmusik und den an seiner Digitalisierung gescheiterten Musikmarkt. Immer auf der Suche nach Auswegen und Hoffnungsschimmern begeben sie sich auf eine Reise voller Irrwege, Einbahnstrassen und Sackgassen und führen ihre Leser durch ein Dickicht von skrupellosen Geschäftsmodellen, gescheiterten Innovationen und abgründigen Liebschaften. 

Pressestimmen:

"Dieser dichte und sehr engagierte Essay ist ein Plädoyer für die anhaltende Neugier auf Musik." 
(Olga Hochweis, Deutschlandfunk Kultur)

»Kühn und wahr!«
(Helmuth Schönauer - Südtiroler Zeitung)

»Platzgumer und Neidhart drehen an den richtigen Knöpfen

und legen ihre Finger tief in die Wunden der Pop-Industrie.«
(Vorarlberger Nachrichten)

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Trans-Maghreb

 

Novelle, Limbus Verlag,

2012, 128 Seiten

ISBN 978-3-902534-55-2

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März 2011. Ein österreichischer Ingenieur, der am Bau der prestigeträchtigen Bahnlinie Trans-Maghreb in der libyschen Wüste beteiligt ist, kann sich durch Flucht außer Landes retten, nachdem der Aufstand ausgebrochen ist. Zurück in Wien erkennt er auf Fernsehbildern die Leiche des Bauträgers – eine Spurensuche beginnt.

 
Trans-Maghreb ist eine Erzählung zwischen Arabischem Frühling und westlicher Arroganz. 

Pressestimmen:

"Ein österreichischer Ingenieur verfolgt im Fernsehen die libysche Revolte und fragt sich, warum er, aber nicht sein Chef, es lebend aus Libyen geschafft hat. Flirrendes Nachdenken über unsere unübersichtliche Gegenwart. Wirkt lange nach." 
(Karen Krüger, FAZ)

»Hans Platzgumers formal strenge, in sprödem Ton erzählte Novelle

ist ein Reflex auf unsere unübersichtliche Gegenwart.«
(Ulrich Rüdenauer - Süddeutsche Zeitung)

»Das ist ein Vorzug der dicht mit Realien durchsetzten Novelle von Hans Platzgumer,

dass sie manches Klischee, das man von Libyen haben mag, zurechtrückt.«
(Karl-Markus Gauß, Neue Züricher Zeitung)

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Der Elefantenfuß

 

Roman, Limbus Verlag,

2011, 240 Seiten

ISBN 978-3-902534-43-9

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Juni 2011 in den ukrainischen Pripjet-Sümpfen, dem strahlenverseuchten Gebiet rund um Tschernobyl. Nach den Explosionen am 26.4.1986 im Reaktorblock 4 des Kernkraftwerks wurden über Hunderttausend Menschen aus dieser sogenannten Todeszone evakuiert, einem Gebiet mit 30 Kilometer Radius rund um den Reaktor. Heute leben mehrere hundert Einwanderer verstreut in den Geisterstädten und Wäldern, Heimkehrer, Aussteiger oder Flüchtlinge aus Bürgerkriegsgebieten. Sie trinken kontaminiertes Wasser und bewirtschaften das Land, essen ihre Kartoffel, Pilze und Äpfel und backen Brot aus dem Getreide, das sie hier anbauen.

 
Ein Roman, nicht über den Tod, der aus dem Reaktorschlund ausströmt, sondern über das Leben, das lernt mit geänderten Bedingungen zurechtzukommen.

Pressestimmen:

"Platzgumer erzählt in alltäglichen Bildern von einer Welt, in der nichts mehr alltäglich ist," 
(Ingrid Bertel, Die Zeit)

»Den ganzen Roman durchzieht eine Aura der Beklemmung,

eine unheimliche und unheilvolle Grundstimmung, die den Leser nicht loslässt.«
(Franz Kotteder - Süddeutsche Zeitung)

»Platzgumers Buch liest sich wie ein realistischer Doku-Roman,

(alb)traumhaft, postapokalyptisch, stimmungsschwer.«
(Die Presse)

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Weiß

 

Roman, Skarabaeus Verlag,

2008, 244 Seiten

ISBN 978-3-7082-3255-5

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Sebastian Fehr begibt sich auf eine Reise in die hohe Arktis Nordost, wo er einen Neubeginn zu finden hofft. Doch im endlosen Weiß der Schneewüste, in der immer gleichen Mitternachtssonne, der unendlichen Stille und Kälte des Nordens gerät er viel weiter an seine Grenzen, als er gewünscht hätte.

 

Ein Roman über die faszinierende, raue Schönheit der Arktis, über die unwiderstehliche Anziehungskraft ihrer abweisenden Natur und über die ungeahnten Möglichkeiten der Veränderung.

Pressestimmen:

"Ein beeindruckend recherchierter und formulierter Roman." 
(Der Standard)

»Platzgumer ist ein Autor, der sehr genau recherchiert - und seine Leser mit der Lust am Erforschen ansteckt.

Spannend und in einer Sprache, die der kargen Schönheit des Nordens nichts schuldig bleibt,

erzählt er von einem Aussteiger, dem Überraschungen bevorstehen,

mit denen er selbst ganz und gar nicht gerechnet hat.«
(Ingrid Bertel - ORF)

»Die rauschhafte Reise ans Ende der Welt schildert Platzgumer in einer adäquat kristallinen Sprache.

Ein eigensinniges, aber umso gewichtigeres Buch -

Sportreporter nennen das wohl: eiskalt verwandelt.«
(Sebastian Hofer - Profil)

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Expedition

 

Roman, Skarabaeus Verlag,

2005, 334 Seiten

ISBN 3-7082-3188-0

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Eine Expedition durch das Leben des Musikers Hans Platzgumer, eine rasante Fahrt durch die Biografie eines klangbesessenen Kosmopoliten entlang der Grenzlinie zwischen innerer Getriebenheit und äußerer Reflexion.

Pressestimmen:

"Der Großteil der Expedition wirkt derart mühelos geschrieben, dass man kurzzeitig vergessen kann,

hier das Werk eines Neo-Autors und literarischen Autodidakten zu lesen." 
(Sebastian Fasthuber, Falter)

»Gelungen, sprachlich versiert und aufrüttelnd.«
(Andreas Gstettner - FM4)

»Ein auch literarisch überzeugendes Werk voll Esprit, Witz und Gespür fürs Wesentliche.«
(Sebastian Hofer - Profil)

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Ausgewählte weitere Arbeiten:

"Die Chance"
Lockdown Logbuch im Wochenticker
Profil, 15. März - 1. Mai 2020
"Zurück wohin?"
Essay, Ö1 ExLibris und "die horen", 2020
Hörspiel "Am Rand"
SWR, 2016
Hörspiel "Etwa 90 Grad"
BR, 2008
Hörspiel "Shonen A"
BR, 2001
Opernlibretto "Trans-Maghreb"
Bregenzer Festspiele, 2014
Essay "Wir sind Meister!"
"marie" Straßenzeitung, 2021
Kurzgeschichte "Bisch a Mensch"
Tiroler Tageszeitung, 2016
Kollumne "Giri"
Zeitschrift "Datum", 2007
Essay "Tornanti"
Zeitschrift "Quart", 2016
Ausstellungstext "Zu Marbod Fritsch"
Vorarlberger Nachrichten, 2016